Reisen zu Lucerne Festival „Sinfoniekonzert 27 – Currentzis“

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Lucerne Festival „Sinfoniekonzert 27 – Currentzis“

DA PONTE ZYKLUS. Don Giovanni, der Lüstling und Libertin, vernascht die Frauen reihenweise: Bäuerinnen und Baronessen, Blonde und Braune, Dünne und Dicke, Junge und Alte – 231 in Deutschland, 640 in Italien und in Spanien sogar 1.003, wie sein Diener Leporello in der «Registerarie» genüsslich auflistet. Don Giovanni verkörpert die Macht des Eros, und nicht zufällig lautet seine Devise «Es lebe die Freiheit!» Am Ende aber muss er vor einer höheren Macht kapitulieren und für seinen ausschweifenden Lebenswandel büssen: Die Drohung des Jüngsten Gerichts und die Vision des Untergangs lauert in Mozarts Oper vom ersten Takt der Ouvertüre an über dem Schicksal des Helden. Aber was gibt es da nicht sonst noch alles zu hören und zu erleben: die funkensprühende «Champagnerarie», das einschmeichelnde Balkonständchen, das erotisierende Duett «Là ci darem la mano», die umwerfende Höllenfahrt … Und vor allem diese unglaublichen Stimmungswechsel, mit denen Mozart binnen weniger Takte von der euphorischen Ausgelassenheit zur bodenlosen Trauer wechselt. Für solche Übergänge, gestand Richard Strauss einmal, hätte er gern drei seiner Opern hergegeben.

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Don Giovanni KV 527
Dramma giocoso in zwei Akten
Konzertante Aufführung

(Quelle: Lucerne Festival)