Reisen zu Lucerne Festival „Sinfoniekonzert 2 – Barenboim“

Infos zur Oper
Ihre Suche ergab leider kein Ergebnis

Lucerne Festival „Sinfoniekonzert 2 – Barenboim“

Aus Beethovens Siebter Sinfonie tönt die Französische Revolution: Die aufpeitschenden Rhythmen und Fanfaren dieser Musik, ihre mitreissende Euphorie, die sich am Ende bis zur Raserei steigert – es erscheint wie ein Spiegelbild der entfesselten Volksmassen, die gegen die Macht der Adelsklasse aufbegehrten. Kein Wunder, dass schon die Schriftstellerin Bettina von Arnim glaubte, zu den Klängen dieser Sinfonie «den Völkern mit fliegender Fahne voranziehen zu müssen». Für Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra hat Beethovens Siebte aber noch eine andere Bedeutung: Sie war das erste Werk, das sie 1999 einstudiert haben, unmittelbar nach Gründung dieses geradezu utopischen Orchesterprojekts, das die Religionen, Kulturen und Nationen verbindet. Zum 20. Geburtstag im Sommer 2019 steht die Siebte deshalb wieder auf dem Programm. Und mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter stellt sich eine denkbar prominente Gratulantin ein. Sie spielt das hinreissende Violinkonzert des Finnen Jean Sibelius, das mit narkotisierend kristallinen Klängen, aber auch mit stampfenden Rhythmen uralte Rituale zu beschwören scheint.

Jean Sibelius (1865–1957)
Auszüge aus Pelléas und Mélisande op. 46

Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

(Quelle: Lucerne Festival)