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„I vespri siciliani“

Кomponist: Giuseppe Verdi

Oper in fünf Akten (Konzertante Aufführung)

Libretto von Eugène Scribe und Charles Duveyrier nach deren Libretto „Le Duc d’Albe“. italienische Übersetzung von Eugenio Caimiin.
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Mächtig, doch einsam und innerlich leer, voller Sehnsucht nach menschlichen Gefühlen: in seiner Arie im dritten Akt von „I vespri sicilani“ erscheint Guido di Monforte wie ein Vorläufer von Verdis späteren Herrscherfiguren Simon Boccanegra und Philipp II. Das musikalische Porträt des französischen Gouverneurs von Sizilien vermittelt dabei eine psychologische Komplexität, die bezeichnend ist für die neuen Wege, die Verdi nach der „trilogia popolare“ aus „Rigoletto“, „Il trovatore“ und „La traviata“ beschritt. 1855 uraufgeführt, bildete „Les Vêpres siciliennes“ (so der französisiche Originaltitel) das erste Werk, das er für die Pariser Opéra komponierte, ohne – wie im Fall von „Jérusalem“ – bloß eine italienische Oper umzuarbeiten: Diesmal sollte es eine echte und aufwendige Grand opéra werden, die sich mit Meyerbeers Erfolgen messen konnte. Seine historische Basis fand das Sujet der Oper, das sich Verdi „grandios, leidenschatlich und originell“ wünschte, im Aufstand der Sizilianer gegen die französische Fremdherrschaft im Jahr 1282.