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Un giorno di regno

Кomponist: Giuseppe Verdi

Oper in zwei Akten
Libretto von Felice Romani

 

INHALT
Erster Akt
Im Schloss des Barons Kelbar, nahe der Stadt Brest, soll eine Doppelhochzeit stattfinden. Giulietta, die Tochter des Barons, ist von ihrem Vater gezwungen worden, den Schatzmeister des Staates, einen vermögenden Mann, zu heiraten, doch Giulietta liebt dessen Neffen Edoardo. Das zweite Brautpaar ist die Nichte des Barons, Marchesa del Poggio, und Graf Ivrea, Kommandant von Brest. Niemand drängt die Marchesa zu dieser Heirat, sie tut es aus Bosheit, denn sie glaubt, dass ihr früherer Verlobter Belfiore sie verlassen hat. In Wirklichkeit liebt dieser sie immer noch, ist aber an eine geheime Mission gebunden. Er muss sich als Stanislaus, König von Polen, ausgeben, um dem wirklichen König die Möglichkeit zu verschaffen, in Warschau politische Schwierigkeiten zu erledigen. Plötzlich wird die Ankunft des Königs gemeldet. Es ist Belfiore, der begrüßt und zur Doppelhochzeit eingeladen wird. Als er nach dem Namen der Paare fragt, wobei auch die Marchesa erwähnt wird, kann er nur schwer seine Überraschung verbergen und überlegt, ob er den Hof um seine Ablösung bitten soll. Edoardo teilt dem König niedergeschlagen mit, dass seine Geliebte La Rocca heiraten muss, worauf ihm Belfiore einen Posten in seiner Begleitung anbietet. Die Marchesa tritt ein, glaubt Belfiore zu erkennen und wird sich klar, dass sie ihn immer noch liebt.

Im Schlossgarten sitzt Giulietta und grämt sich. Das Volk musiziert, bringt Geschenke und wundert sich über ihren Kummer. Edoardo kommt, doch der Baron ist bei ihm, ebenso der Schatzmeister und der vermeintliche König. Der Baron stellt seine Tochter dem König vor, der die Anwesenden mit der Nachricht überrascht, dass Edoardo sein Adjutant geworden ist. Er gibt diesem und Giulietta die Gelegenheit, miteinander zu sprechen, indem er den Baron und den Schatzmeister in eine Unterhaltung verwickelt. Die Marchesa wird dem König vorgestellt und zweifelt, ob dieser wirklich Belfiore ist. Sie verspricht Edoardo und Giulietta Hilfe.

In der Galerie trifft Belfiore auf den Schatzmeister und bietet ihm eine bessere Partie, eine polnische Prinzessin, an. Daraufhin will La Rocca die geplante Hochzeit hinausschieben und erklärt dem Baron, dass er zweifle, Giulietta heiraten zu können, worauf ihn der Baron wütend zum Duell fordert. Dieses wird zur Farce, als La Rocca vorschlägt, die Kontrahenten sollten sich auf ein Pulverfass setzen, wobei der verlöre, der zuerst in die Luft fliege.

Zweiter Akt
Die Hochzeitsfeierlichkeiten kommen nicht voran. Edoardo ist nicht sicher, dass ihm der König helfen kann. Dieser zwingt La Rocca, seinem Neffen ein Schloss und fünftausend Scudi jährlich zu vermachen, damit er Giuliettas würdig ist. La Rocca stimmt zu, der mit Belfiore schnell enteilt, um dem Zorn des Barons auszuweichen.

Die Marchesa weiß immer noch nicht, ob Belfiore der König ist oder nicht, zumal sich dieser ihr gegenüber nicht zu erkennen gibt. So empfängt sie Graf Ivrea, erklärt aber dem König, Ivrea niemals heiraten zu wollen, wenn nur Belfiore hier wäre. Dieser würde jetzt am liebsten seine Maskierung lüften, doch die Ehre gebietet, noch zu schweigen. Der Baron, der inzwischen in die Heirat seiner Tochter eingewilligt hat, kommt mit Graf Ivrea und der Marchesa, die alle Anwesenden unterrichtet, dass sie den Grafen heiraten werde, wenn Belfiore nicht binnen einer Stunde erscheine. Dieser aber tritt immer noch als König auf und befiehlt, um die Hochzeit zu verzögern, dass Ivrea ihn in einer geheimen Mission zu begleiten habe. Kurz darauf trifft ein Bote ein, der Belfiore mitteilt, dass der König Warschau glücklich erreicht hat und jubelnd begrüßt wurde. Nun kann sich der vielgeplagte falsche König, der soeben zum Marschall befördert wurde, zu erkennen geben. Glücklich sinken sich die beiden Paare in die Arme, die Hochzeitsfeierlichkeiten können wirklich beginnen.