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Saul

Кomponist: Georg Friedrich Händel

Saul gehört zu den dramatischsten Oratorien Händels. Wie kaum in einem anderen Oratorium zeigt sich in seiner mitreißenden Dramatik die Nähe zur damaligen Oper. Die Partitur fordert das bis dahin farbigste Orchester bei Händel: Zusätzlich zum normalen Opernorchester kommen auch Posaunen, Harfe, Solo-Orgel, Carillon (Glockenspiel) sowie große Kesselpauken zum Einsatz. Der Chor fungiert erstmals als zentraler Bestandteil einer dramatischen Handlung, übernimmt aber auch kommentierende Funktionen wie in der griechischen Tragödie.

Mit der Uraufführung von Saul 1739 wendet sich Händel ganz von der Opera seria ab und bietet den Londonern erstmals eine reine Oratorien-Saison. Die Handlung aus dem Alten Testament ist gut bekannt: Es geht um den Hirten Saul, der – gegen Willen – von Gott zum ersten König seines Volkes Israel erwählt wird. Weil er Gott einmal nicht gehorcht, wird er verworfen und findet seinen Tod in einer Schlacht gegen die Philister. Die Geschichte von Sauls Königsherrschaft findet sich im 1. Buch Samuel.