Reisen zu Pagliacci

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Pagliacci

Кomponist: Ruggero Leoncavallo

INHALT

PROLOG
Tonio verkündet den Zuschauern, dass sie heute nicht wie sonst Fabeln und Märchen im Theater sehen, sondern eine wahre Geschichte aus dem täglichen Leben, an die sich der Autor erschüttert noch erinnert.

ERSTER AKT
Von den Landleuten freudig begrüsst, zieht Canios Komödiantentruppe in ein Dorf bei Montalto ein. Der alternde eifersüchtige Canio ist an diesem Tag schlecht gelaunt und gibt Tonio, der Nedda galant beim Absteigen vom Wagen helfen will, eine heftige Ohrfeige. Ein Bauer lädt Canio und Beppo in die Taverne zum Wein. Tonio gibt vor, sich um den Esel kümmern zu müssen. Als ein Bauer scherzhaft meint, Tonio bleibe nur da, um Nedda zu verführen, droht Canio, jeden zu töten, der sich seiner Frau zu nähern versuche. Dann geht er mit Beppo in die Schenke. Canios Eifersucht ist nicht unbegründet, denn Nedda hat seit langem einen Liebhaber, den sie, nachdem Canio verschwunden ist, ruft, um dem ungeliebten Mann, der sie als armes Mädchen zu sich nahm, entkommen zu können. Doch nicht Silvio, Neddas Liebhaber, erscheint, sondern Tonio, der Nedda ebenfalls begehrt. Als er zudringlich wird, schlägt Nedda ihn mit der Peitsche. Rache schwörend entfernt er sich. Er bemerkt, wie Silvio herbeieilt und Nedda seine Liebe gesteht. Während Tonio rachsüchtig fortgeht, um Canio über Neddas Rendezvous zu informieren, beschließt das Liebespaar, noch in dieser Nacht zu fliehen. Der sich mit Tonio leise nähernde Canio hört die Abschiedsworte, doch Silvio kann mit Neddas Hilfe entkommen. Vergebens versucht Canio, vor Wut und Eifersucht außer sich, den Namen des Liebhabers zu erfahren. Er wird, als er seine Frau erstechen will, gewaltsam von Beppo und Tonio zurückgehalten und zu der in Kürze beginnenden Vorstellung weggebracht. Tonio beruhigt den Verzweifelten und meint, im Spiel werde sich der Liebhaber schon verraten.

ZWEITER AKT
Bevor die angekündigte Komödie beginnt, warnt Nedda, die Eintrittskarten verkauft, ihren Liebsten vor der Rache ihres Mannes. Das Publikum wird unruhig und schimpft, weil die Vorstellung immer noch nicht begonnen hat, ist aber schnell zufrieden, als sich der Vorhang hebt und das Stück beginnt:
Colombine, die mit Bajazzo verheiratet ist, hat ein Abenteuer mit Harlekin, der ihr eine zärtliche Serenade singt. Auch Taddeo liebt die Schöne, wird aber mit Spott zurückgewiesen. Mit zynischen Worten, die sich auf Nedda beziehen, entfernt sich der Tölpel. Harlekin flirtet mit Colombine. Da stürzt Taddeo herein und warnt die beiden vor dem heraneilenden Bajazzo, der von dem Stelldichein wisse. Schnell verabschiedet sich der Harlekin mit denselben Worten wie zuvor Silvio von Nedda. Bajazzo hört dies und gerät in Zorn. Immer wilder dringt er in Nedda, den Namen ihres Geliebten zu verraten; das Publikum spürt die Echtheit des Spiels und ist hingerissen. Colombine will den Eifersüchtigen beruhigen und versucht, ihre Komödiantenrolle weiterzuspielen, doch ihre Worte klingen in Bajazzos Ohren wie Hohn und Spott. Vor Eifersucht rasend, ersticht Canio zum Entsetzen des Publikums seine Frau und den ihr zu Hilfe eilenden Silvio. Widerstandslos lässt sich Canio festnehmen, während Tonio der Menge bedeutet, das Spiel sei zu Ende.

Quelle: opera-guide.ch