Reisen zu Oper „Simon Boccanegra“, Salzburger Festspiele

Infos zur Oper
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15.08. - 18.08.2019
Salzburger Festspiele „Simon Boccanegra & Médée & Wiener Philharmoniker“
ab € 2535,-

Oper „Simon Boccanegra“, Salzburger Festspiele

Кomponist: Giuseppe Verdi

Melodramma in einem Prolog und drei Akten
Libretto: Francesco Maria Piave mit Ergänzungen von Giuseppe Montanelli, nach Antonio Garcia Gutiérrez
Uraufführung: 12.... Weiterlesen

Oper „Médée“, Salzburger Festspiele

Кomponist: Luigi Cherubini

Oper in drei Akten
Libretto: François Benoît Hoffmann, nach der Tragödie von Euripiedes und Médée von Pierre Corneille.
Uraufführung: 13.... Weiterlesen

Konzert „Wiener Philharmoniker“, Salzburger Festspiele

Konzert der Wiener Philharmoniker im Großen Festspielhaus
In memoriam Herbert von Karajan ( 16. Juli 1989)
Besetzung:

Dirigent: Riccardo Muti
Sopran:... Weiterlesen

Salzburg
15.08 - 18.08.2019
Reiseinfo

Die Salzburger Festspiele gelten als das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und darstellenden Kunst. Erleben Sie herausragende Aufführungen im Mekka der internationalen Festspielszene und genießen Sie das einzigartige Flair in der Altstadt.

 

 

Reiseprogramm:

 

Donnerstag, 15. August 2019

Individuelle Anreise nach Salzburg

Um 16:30 Uhr genießen Sie den Einführungsvortrag in Ihr Opernprogramm, während der Begrüßungscocktail serviert wird. Im Großen Festspielhaus erleben Sie anschließend die Premiere von „Simon Boccanegra“.

 

Freitag, 16. August 2019

Flanieren Sie durch die Mozartstadt, genießen die Festspielatmosphäre und nutzen Sie Ihre Salzburg Card für Besichtigungen und Museumsbesuche. Am Abend wird Sie Cherubinis „Medée“ im Großen Festspielhaus begeistern.

 

Samstag, 17. August 2019

Am Vormittag, um 11:00 Uhr hören Sie Verdis „Messa da Requiem“, gespielt von den Wiener Philharmonikern im Großen Festspielhaus, prominent besetzt mit dem Maestro Riccardo Muti am Dirigentenpult. Am Abend spazieren Sie zum erstklassigen Restaurant Goldener Hirsch, wo Sie ein 4-Gang Festspielmenü genießen werden.

 

Sonntag, 18. August 2019

Individuelle Abreise

 

 

Unsere Tipps:

  • Besuchen Sie den berühmten Hangar 7 nahe dem Flughafen Salzburg. Dieses einzigartige Gebäude, beherbergt eine Sammlung von historischen Flugzeugen der Flying Bulls sowie Formel-1-Rennwagen.
  • Der Grünmarkt am Samstag rund um die Universitätskirche findet sehr guten Anklang bei den Einheimischen aber auch bei den Touristen.
  • Zahlreiche Museen wie das Salzburg Museum oder das Museum der Moderne bieten interessante regionale aber auch internationale Ausstellungen.

 

Unsere Leistungen:

  • 3 Übernachtungen mit Frühstück im zentralen Hotel Radisson Blu Hotel Altstadt *****
  • Sie wohnen in Zimmern der Superior Kategorie
  • Karten der 1.-2. Kategorie für die Oper „Simon Boccanegra“ am 15.08.19 um 18:00 Uhr im Großen Festspielhaus
  • Karten der 1.-2. Kategorie für die Oper „Médée“ am 16.08.19 um 19:00 Uhr im Großen Festspielhaus
  • Karten der 1.-2. Kategorie für die „Messa da Requiem“ am 17.08.19 um 11:00 Uhr im Großen Festspielhaus
  • Begrüßungscocktail
  • Einführungsvortrag in Ihr Opernprogramm
  • 4-Gang Festspielmenü im erstklassigen Restaurant Goldener Hirsch
  • 48-Stunden-Salzburg-Card für zahlreiche Vergünstigungen und kostenlose Eintritte.

 

Reisepreis pro Person:

 

€  2775,– im Doppelzimmer (Kategorie 1)
€  2535,-  im Doppelzimmer (Kategorie 2)
€    315,– EZ-Zuschlag

Anmeldungen ab sofort!

Vorbehaltlich der positiven Kartenzuteilung der Salzburger Festspiele. Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Gerne organisieren wir Ihre Anreise sowie weitere Zusatzleistungen vor Ort. Anfragen für weitere Aufführungstermine sind jederzeit möglich.
Sie wünschen nähere Informationen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns,
freuen uns auf Ihre Anfrage über das
Kontakt‑Formular.

Oper „Simon Boccanegra“, Salzburger Festspiele

Кomponist: Giuseppe Verdi

Melodramma in einem Prolog und drei Akten
Libretto: Francesco Maria Piave mit Ergänzungen von Giuseppe Montanelli, nach Antonio Garcia Gutiérrez
Uraufführung: 12. März 1857, Venedig imTeatro La Fenice.
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

INHALT

„Jede irdische Freude ist trügerischer Zauber, das Herz des Menschen eine Quelle unendlichen Leids.“

Unter den Opern seiner Meisterjahre war Simon Boccanegra Verdis Schmerzenskind. Bei der Uraufführung in Venedig erlebte das Werk 1857 ein Fiasko und auch die mit Hilfe des späteren Otellound Falstaff-Librettisten Arrigo Boito radikal überarbeitete Neufassung, die 1881 in Mailand herauskam, konnte sich nicht durchsetzen. Heute wird die Oper häufiger gespielt; unter Kennern gilt sie als Geheimtipp. Sie ist Verdis vielleicht persönlichstes, jedenfalls dunkelstes, pessimistischstes Werk. „Das Stück“, so schrieb er am 2. Februar 1881 an Opprandino Arrivabene, „ist düster, weil es düster sein muss, aber es ist fesselnd.“
Wer sich auf die komplizierte Handlung mit ihren schicksalhaften Verkettungen und zwanghaften Wiederholungen einlässt, begegnet einem fatalistischen Geschichtsdrama von beklemmender Aktualität: Männer machen Geschichte und Frauen sind die Opfer. Die historischen Ereignisse um die bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen zur Mitte des 14. Jahrhunderts in Genua sind aber nur die Folie für ein Drama um Liebe, Schuld und Sühne. Privates und öffentliches Leben durchdringen sich, keines existiert losgelöst vom anderen. Paolo, der Anführer der Volkspartei, will mit der Wahl des populären Korsaren Simon Boccanegra zum Dogen die Macht des Adels brechen. Simone lehnt zunächst ab. Aber Paolo kennt seine verwundbare Stelle: Maria, seine Geliebte und die Mutter seiner Tochter. Für sein privates Glück lässt Boccanegra sich erpressen und setzt sich selbst als Pfand, um schließlich genau dieses Glück zu verlieren. Denn die von ihrem Vater Jacopo Fiesco gefangen gehaltene Maria stirbt, während die Tochter spurlos verschwindet. Was Simone bleibt, ist das Amt des Dogen, dessen Macht er fortan im Dienst der Versöhnung zwischen den verfeindeten Parteien ausübt. 25 Jahre verstreichen, bis er die verloren geglaubte Tochter in Amelia Grimaldi durch Zufall wiederfindet. Doch das Schicksal wiederholt sich: Amelia liebt den mit seinem Todfeind Fiesco verbundenen Adligen Gabriele Adorno. Paolo, der selbst ein Auge auf Amelia geworfen hat, rächt sich und vergiftet Simone.
Dramaturgie und Musik von Simon Boccanegra sind entscheidend geprägt durch die große Zeitdifferenz und damit die stilistische Entwicklung zwischen der Erst- und der zu einem Drittel gänzlich neu komponierten Zweitfassung. Der Bruch ist deutlich hörbar. Während die aus der Erstfassung übernommenen Nummern vor allem des Prologs und des zweiten Aktes noch weitgehend den traditionellen Formen der italienischen Oper folgen, zeigen die nachkomponierten Teile Verdi bereits auf dem Weg zum Spätstil des Otello. Das betrifft vor allem die von Boito erfundene große Ratsszene im ersten Akt, die zu Recht als Höhepunkt der Oper gilt. Erst hier, vor den versammelten Senatoren und dem eindringenden Volk, tritt Simone mit seinem machtvoll- beschwörenden Aufruf zum Frieden und der Verfluchung des Intriganten Paolo als handelnder Politiker hervor, während er sonst der von den Emotionen schmerzvoller Erinnerung und Resignation zerrissene Liebende und Vater ist. Der in der Urfassung noch blasse Paolo, der Verräter aus verschmähter Liebe, nimmt dämonische Züge an, die schon auf den Jago des Otello vorausweisen. Die Unerbittlichkeit Fiescos manifestiert sich in seinen beiden das Stück verklammernden Duetten mit Simone, während Gabriele Adorno trotz seiner originellen Eifersuchtsarie von Verdi musikalisch ein wenig vernachlässigt wurde. Für sich steht Amelia, der leidende, passive Engel als Verkörperung der von Simone beschworenen Hoffnung auf „pace e amor“, Frieden und Liebe.
Simon Boccanegra glänzt nicht, wie die vorausgegangene populäre Trias von Rigoletto, Il trovatore und La traviata, durch eingängige Melodien, sondern beeindruckt durch die seelentiefe Zeichnung der Figuren, eine psychologisch unterfütterte Orchestersprache und eine musikalische Grundfarbe, die nahezu durchgängig von Schmerz, Schwermut und Verlust erfüllt ist. Das Gefühl des Verlustes fasst Fiesco am Ende dieses Theaters des Todes in Worte, die trotz der Hochzeit von Amelia und Adorno nur zaghaft Hoffnung aufkommen lassen: „Jede irdische Freude ist trügerischer Zauber.“
Uwe Schweikert
Quelle: Salzburger Festspiele

Besetzung:

Dirigent: Valery Gergiev
Regie: Andreas Kriegenburg
Simon Boccanegra: Luca Salsi
Amelia Grimaldi: Marina Rebeka
Jacopo Fiesco: René Pape

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharomoniker