Reisen zu Oper „Salome“, Salzburger Festspiele

Infos zur Oper
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24.08. - 26.08.2019
Salzburger Festspiele „Salome“
ab € 1305,-

Oper „Salome“, Salzburger Festspiele

Кomponist: Richard Strauss
Salzburg
24.08 - 26.08.2019

Musikdrama in einem Aufzug
Libretto nach dem Schauspiel Salomé von Oscar Wilde
in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

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Reiseinfo

Die Salzburger Festspiele gelten als das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und darstellenden Kunst. Erleben Sie herausragende Aufführungen im Mekka der internationalen Festspielszene und genießen Sie das einzigartige Flair in der Altstadt.

 

 

Reiseprogramm:

 

Samstag,  24. August 2019
Individuelle Anreise nach Salzburg.

Am Abend spazieren Sie durch die Altstadt zum erstklassigen Restaurant Goldener Hirsch, wo Sie ein 4-Gang Festspielmenü genießen.

 

Sonntag, 25. August 2019

Flanieren Sie durch die Mozartstadt, genießen Sie die Festspielatmosphäre und nutzen Sie Ihre Salzburg Card für Besichtigungen und Museumsbesuche. Um 18:30 Uhr erhalten Sie den Einführungsvortrag in Ihr Opernprogramm, während der Begrüßungscocktail serviert wird. In der Felsenreitschule erleben Sie anschließend die Premiere der Oper „Salome“.

 

Montag, 26. August 2019

Individuelle Abreise

 

 

Unsere Tipps:

  • Besuchen Sie den berühmten Hangar 7 nahe dem Flughafen Salzburg. Dieses einzigartige Gebäude, beherbergt eine Sammlung von historischen Flugzeugen der Flying Bulls sowie Formel-1-Rennwagen.
  • Der Grünmarkt am Samstag rund um die Universitätskirche findet sehr guten Anklang bei den Einheimischen aber auch bei den Touristen.
  • Zahlreiche Museen wie das Salzburg Museum oder das Museum der Moderne bieten interessante regionale aber auch internationale Ausstellungen.

 

 

Unsere Leistungen:

  • 2 Übernachtungen mit Frühstück im zentralen Hotel Radisson Blu Hotel Altstadt *****
  • Sie wohnen in Zimmern der Superior Kategorie
  • Karten der 1.- 2. Kategorie für die Oper „Salome“ in der Felsenreitschule am 25. August um 20:00 Uhr (PREMIERE).
  • Begrüßungscocktail
  • Einführungsvortrag in Ihr Opernprogramm
  • 4-Gang Festspielmenü im erstklassigen Restaurant Goldener Hirsch
  • 48-Stunden-Salzburg-Card für zahlreiche Vergünstigungen und kostenlose Eintritte.

 

Reisepreis pro Person:

 

€  1435,– im Doppelzimmer (Kategorie 1)
€  1305,-  im Doppelzimmer (Kategorie 2)
€    280,– EZ-Zuschlag

Anmeldungen ab sofort!

Vorbehaltlich der positiven Kartenzuteilung der Salzburger Festspiele. Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Gerne organisieren wir Ihre Anreise sowie weitere Zusatzleistungen vor Ort. Anfragen für weitere Aufführungstermine sind jederzeit möglich.
Sie wünschen nähere Informationen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns,
freuen uns auf Ihre Anfrage über das
Kontakt‑Formular.

Oper „Salome“, Salzburger Festspiele

Кomponist: Richard Strauss

Musikdrama in einem Aufzug
Libretto nach dem Schauspiel Salomé von Oscar Wilde
in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

INHALT

„Wer ist dies Weib, das mich ansieht? Ich will ihre Augen nicht auf mir haben.“

Als aber der Geburtstag des Herodes gefeiert wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen. Und sie gefiel Herodes so sehr, dass er schwor, ihr alles zu geben, was sie sich wünschte. Da sagte sie auf Drängen ihrer Mutter: Lass mir auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes herbringen.“ Das Ereignis, das zur Enthauptung Johannes’ des Täufers führt, wird in den Evangelien in knappen Sätzen erzählt. Die Stieftochter des galiläischen Tetrarchen Herodes ist hier noch namenlos, und ihre ungeheure Forderung entspringt nicht dem eigenen Willen, sondern dem ihrer Mutter Herodias, die den unbequemen Propheten hasst. Was Salome zum Mythos machen wird, ist allerdings klar benannt: das Sich-zur-Schau-Stellen im Tanz, zugleich die Faszination des Schauenden und die Macht, die das Betrachtete über ihn ausübt. Es scheint, als hätten die Künstler die Nüchternheit der biblischen Schilderung jahrhundertelang als nie versiegende Anregung empfunden, der Geschichte sinnliche Konkretheit zu verleihen und sie in den schillerndsten Farben auszuschmücken.
Eine literarische Hochkonjunktur erlebte Salome im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts: als Femme fatale und Inbild pervertierter Lust. Den Höhepunkt bildet Oscar Wildes in französischer Sprache verfasste, den Geist des Fin de Siècle atmende Tragödie Salomé. Die ursprüngliche Blickkonstellation erweiternd, spinnt Wilde ein ganzes Netz von obsessiven und unerwiderten Blicken zwischen den Figuren, als Ausdruck oder Quelle von Begehren. Kann man sich dem Blick entziehen, wie Jochanaan glaubt, der Salome verbieten will, ihn anzusehen? Lässt sich der Blick verleugnen, um einzig dem Wort zu vertrauen? Wildes Tragödie entfaltet sich zwischen den Polen von Auge und Ohr, Körperlichkeit und Geistigkeit, Klang und Wort, Schauen und Erkennen.
Als Richard Strauss 1903 begann, eine gekürzte deutsche Übersetzung des skandalumwitterten Stücks zu vertonen, sah er sich vor die Herausforderung gestellt, diese Gegensätze im Medium der Musik zu vermitteln — oder auch zu relativieren.

Der italienische Regisseur Romeo Castellucci, ein profunder Erforscher der Kraft des Sehens, verstanden auch als das, wovon wir gesehen werden, ergründet die Verborgenheiten dieser „Tragödie des Blickes“. Als Künstler, der über eine außergewöhnliche Fähigkeit verfügt, Bilder hervorzubringen, in denen das Wissen des Unbewussten pulsiert, nähert er sich Salome, indem er den Schauplatz des theatralen Geschehens als Ausgangspunkt nimmt. Durch einen Eingriff in das klassische Bild der Felsenreitschule mit ihren aus dem Gestein des Mönchsbergs gehauenen Arkaden wird der Eindruck des Erstickens suggeriert. Man könnte ihn als objektives Korrelat zu dem Gefühl von Bedrängung betrachten, das die Protagonistin von allen Seiten umgibt und das auch durch die Musik vermittelt wird. Das Gestein spiegelt sich auf einer goldenen Fläche wider, einem Universum, das im Glanz eines orientalischen Königreichs erstrahlt und in pompösem Prunk den Rahmen für eine ebenso mächtige wie ohnmächtige Welt abgibt — die Welt des Herodes. Diese ist stets im Begriff zu agieren, jedoch niemals in der Lage, eine Aktion, einen Akt, zu Ende zu bringen und wirklich Gestalt anzunehmen.
Die Figur der Salome wird zum Angelpunkt und verwandelt sich in die Flamme, die alles Anwesende belebt. Ihr Tanz manifestiert sich in einer gegenrhythmischen Unterbrechung: Der élan vital, die Urkraft, wird zur Regungslosigkeit, zu einem im Anorganischen besiegelten Nicht-Agieren.
Eine Atmosphäre von Stall offenbart die tierischanimalische Dimension Jochanaans, der über eine nächtliche Schreckenswelt herrscht. In seinem Universum sind spirituelle und helle Elemente mit körperlichen und erdigen Elementen vermischt und in ihnen gefangen — in einem Gewirr von menschlichen und tierischen Gestalten.
In diesem Rahmen, in dem erhabene neben gewöhnlichen Elementen existieren, stellt Castelluccis Regie weniger die Sehnsucht nach der Kopftrophäe des Jochanaan in den Vordergrund als das Abschneiden, das Wegschneiden; nicht das Objekt der Begierde, das immer schon verloren ist, sondern die berührende Einsamkeit einer Frauenfigur, an der wir Anteil nehmen. Und hier stürzt der Akt des Ansehens durch seine endgültige Unterbindung in den Abgrund des Begehrens.
Christian Arseni, Piersandra Di Matteo
Quelle: Salzburger Festspiele

Besetzung:

Dirigent: Franz Welser-Möst
Regie: Romeo Castellucci
Herodes: John Daszak
Herodias: Anna Maria Chiuri
Salome: Asmik Grigorian
Wiener Philharmoniker