Reisen zu „Idomeneo“, Rè di Creta, Salzburger Festspiele

Infos zur Oper
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15.08. - 17.08.2019
Salzburger Festspiele „Idomeneo & Médée“
ab € 1825,-

„Idomeneo“, Rè di Creta, Salzburger Festspiele

Кomponist: Wolfgang Amadeus Mozart

Dramma per musica in drei Akten KV 366
Libretto: Giambattista Varesco
Uraufführung: 29. Januar 1781, München im Neuen Hoftheater.
In... Weiterlesen

„Médée“, Salzburger Festspiele

Кomponist: Luigi Cherubini

Oper in drei Akten
Libretto: François Benoît Hoffmann, nach der Tragödie von Euripiedes und Médée von Pierre Corneille.
Uraufführung: 13.... Weiterlesen

Salzburg
15.08 - 17.08.2019
Reiseinfo

Die Salzburger Festspiele gelten als das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und darstellenden Kunst. Erleben Sie herausragende Aufführungen im Mekka der internationalen Festspielszene und genießen Sie das einzigartige Flair in der Altstadt.

 

 

 

Reiseprogramm:

 

Donnerstag, 15. August 2019

Individuelle Anreise nach Salzburg

Um 13:30 Uhr genießen Sie den Einführungsvortrag in Ihr Opernprogramm, während der Begrüßungscocktail serviert wird. In der Felsenreitschule erleben Sie anschließend die Premiere von „Idomeneo“. Nach der Oper spazieren Sie zum erstklassigen Restaurant Goldener Hirsch, wo Sie ein 4-Gang Festspielmenü genießen.

 

Freitag, 16. August 2019

Flanieren Sie durch die Mozartstadt, genießen die Festspielatmosphäre und nutzen Sie Ihre Salzburg Card für Besichtigungen und Museumsbesuche. Am Abend wird Sie Cherubinis „Medée“ im Großen Festspielhaus begeistern.

 

Samstag, 17. August 2019

Individuelle Abreise

 

 

Unsere Tipps:

  • Besuchen Sie den berühmten Hangar 7 nahe dem Flughafen Salzburg. Dieses einzigartige Gebäude, beherbergt eine Sammlung von historischen Flugzeugen der Flying Bulls sowie Formel-1-Rennwagen.
  • Der Grünmarkt am Samstag rund um die Universitätskirche findet sehr guten Anklang bei den Einheimischen aber auch bei den Touristen.
  • Zahlreiche Museen wie das Salzburg Museum oder das Museum der Moderne bieten interessante regionale aber auch internationale Ausstellungen.

 

 

Unsere Leistungen:

  • 2 Übernachtungen mit Frühstück im zentralen Hotel Radisson Blu Hotel Altstadt *****
  • Sie wohnen in Zimmern der Superior Kategorie
  • Karten der 1.-2. Kategorie für die Oper „Idomeneo“ am 15.08.19 um 15:00 Uhr in der Felsenreitschule
  • Karten der 1.-2. Kategorie für die Oper Medée“ am 16.08.19 um 19:00 Uhr im Großen Festspielhaus.
  • Begrüßungscocktail
  • Einführungsvortrag in Ihr Opernprogramm
  • 4-Gang Festspielmenü im erstklassigen Restaurant Goldener Hirsch
  • 48-Stunden-Salzburg-Card für zahlreiche Vergünstigungen und kostenlose Eintritte.

 

 

Reisepreis pro Person:

 

€  2080,– im Doppelzimmer (Kategorie 1)
€  1825,-  im Doppelzimmer (Kategorie 2)
€    280,– EZ-Zuschlag

Anmeldungen ab sofort!

Vorbehaltlich der positiven Kartenzuteilung der Salzburger Festspiele. Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Gerne organisieren wir Ihre Anreise sowie weitere Zusatzleistungen vor Ort. Anfragen für weitere Aufführungstermine sind jederzeit möglich.
Sie wünschen nähere Informationen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns,
freuen uns auf Ihre Anfrage über das
Kontakt‑Formular.

 

„Idomeneo“, Rè di Creta, Salzburger Festspiele

Кomponist: Wolfgang Amadeus Mozart

Dramma per musica in drei Akten KV 366
Libretto: Giambattista Varesco
Uraufführung: 29. Januar 1781, München im Neuen Hoftheater.
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

INHALT

„Vor meiner Familie, das weiß ich, wäre ich des Verrates schuldig. Doch dieses Antlitz, ihr Götter, ich kann es trotzdem nicht hassen.“

Mozart suchte sich das Sujet von Idomeneo nicht selbst aus, aber trotzdem gelang ihm ein sehr persönliches, zukunftsweisendes Werk, das in einer nie dagewesenen Verschmelzung von Drama, Dichtkunst, Tanz und Bühneneffekten und mit einem unglaublich reichen Orchestersatz eine überwältigende emotionale Wirkung entfaltet. Einige der wichtigsten Sänger und Orchestermusiker für das Stück hatte Mozart bereits während seines Besuchs in Mannheim kennengelernt, und ganz bewusst machte er aus seiner ungestümen Komposition eine spannende Herausforderung für das fortschrittlichste Orchester Europas und die sagenhaften Ressourcen des Münchner Hoftheaters. Die Uraufführung fand kurz nach Mozarts 25. Geburtstag statt und ließ die arrivierten Kreise in Kunst und Politik aufhorchen, denn hier meldete sich eine neue Stimme, eine neue Generation zu Wort. Das von Mozart angestrebte Gesamtkunstwerk ließ sich allerdings weder bei dieser Premiere noch bei irgendeiner anderen Aufführung zu seinen Lebzeiten realisieren, denn regelmäßig gab es große Kürzungen. Bis heute können wir nur erahnen, wie sich Mozart sein Werk eigentlich vorstellte. Einerseits bezieht er sich auf die großen Tragödienstoffe und den klassischen Stil; gleichzeitig erweist er sich als Anhänger der Aufklärung, der an die Menschen und ihre Fähigkeit zur Problemlösung glaubt. Mutig und unmissverständlich proklamiert das Stück die Gleichheit aller Menschen: Eltern oder Kinder, Könige oder Untertanen, Männer oder Frauen. Bereits 2017 setzten Teodor Currentzis und Peter Sellars bei den Salzburger Festspielen ein Zeichen mit Mozarts später Oper La clemenza di Tito, die sie als ergreifende Vision interpretierten, wie man über die Kraft der Gerechtigkeit und Versöhnung einen Weg zur Demokratie finden kann. Bei ihrem Idomeneo wird es bei aller Schönheit der Musik erneut um die Wut und Verzweiflung von Geflüchteten gehen, um Gewalt, Traumatisierung, unbefriedete Konflikte und diesmal auch die Zerstörung der Umwelt. Wie Homer in der Ilias und der Odyssee, Aischylos in der Orestie oder Sophokles in Elektra hinterfragt Mozart in Idomeneo die Grundlagen des Patriarchats und zeigt, dass zur Beendigung jedes Krieges ein ehrlicher und schwieriger Versöhnungsprozess nötig ist und dass man Gefühle wie Hass und Wut ebenso wenig leugnen darf wie seelische Verletzungen, denen man sich stellen muss, damit sie irgendwann heilen können. Die Darstellung einer machthabenden Generation, die die Zukunft ihrer Nachfahren opfert, ist gerade für unsere Zeit äußerst relevant. Der Konflikt der Generationen wird anhand der klassischen Figuren Ilia, Elettra und Idamante ausgetragen. Idomeneo endet mit der gewaltlosen Ablösung eines kriegerischen Königs, der voller Paranoia in geheimer Abgeschlossenheit agierte, durch einen gütigen, freiheitsliebenden Fürsten, der sich um Konsens und Teilhabe bemüht. Im Vorgriff auf die Utopie der Zauberflöte kann man Idomeneo als Initiationsoper lesen: Eine Generation junger Männer und Frauen muss sich den eigenen Ängsten stellen und sowohl vor sich selbst als auch in den Augen der anderen bestehen. Auf diese Weise finden sie zu einer neuen Balance und einem tieferen Verständnis, was sie dazu befähigt, Führungsrollen zu übernehmen. Das Übernatürliche steht in dieser Oper letztlich für die Natur: Neptun verkörpert das Meer, eine urtümliche Kraft, die sowohl heilen als auch zerstören kann und die Menschen mit harten moralischen Fragen konfrontiert. Es sind die wütenden Meere, die dagegen aufbegehren, dass die Menschen eine größere, kosmische Übereinkunft gebrochen haben. Dieses überwältigende Meisterwerk des ungeduldigen, genialen jungen Mozart stellt unbequeme und drängende Fragen zum Klimawandel und zu seiner Bedeutung für die Meere und Menschen der Welt: Wessen Zukunft zerstören wir, wenn wir Umweltverschmutzung und globale Erwärmung weiter leugnen? Wird eine junge Generation von jenen Älteren geopfert, die ihre Augen vor der Realität verschließen und nicht aktiv werden wollen? Gibt es eine junge Generation, die bereit wäre, die Führung zu übernehmen?
Antonio Cuenca Ruiz
Quelle: Salzburger Festspiele

 

Besetzung:
Dirigent: Teodor Currentzis
Regie: Peter Sellars
Idomeneo: Russel Thomas
Idamante: Paula Murrihy
Ilia: Ying Fang
musicAeterna Choir of Perm Opera
Freiburger Barockorchester