Reisen zu L’Ange de feu – Der feurige Engel

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L’Ange de feu – Der feurige Engel

Кomponist: Sergei Sergejewitsch Prokofjew

ERSTER AKT
Ritter Ruprecht, aus Amerika zurückgekehrt, stößt in einer Herberge auf eine schöne junge Frau, die sich vom Dämon verfolgt glaubt, und steht ihr bei. Renata erzählt dem neuen Freund ihr Schicksal: Als Kind verkörperten sich ihr alle Schönheiten und Wunder der Welt in einem feurigen Engel namens Madiel, der ihr Spielgefährte wurde, bis sie ihn mit der Bitte um körperliche Vereinigung erzürnte. Er verschwand, wollte sich ihr aber zu gegebener Zeit in Gestalt eines Menschen wieder nähern. Renata glaubte, in dem Grafen Heinrich Madiel wiedergefunden zu haben, und verlebte mit ihm eine glückliche Zeit. Doch Heinrich verließ sie ohne ein Wort der Erklärung; seither sucht sie den verlorenen Geliebten.
Die Wirtin bezichtigt Renata, eine irre Dirne zu sein. Plump dringt Ruprecht auf Renata ein, wird aber von ihr abgewehrt. In Ruprecht erwachen Liebe und Verantwortungsbewußtsein für die Hilflose. Eine Wahrsagerin prophezeit Renata ein blutiges Ende, worauf die Verängstigte mit Ruprecht flieht.

ZWEITER AKT
Ruprecht und Renata haben in Köln Aufenthalt genommen, suchen hier Heinrich und studieren Magie. Tatsächlich scheint ihnen die Beschwörung Heinrichs zu gelingen, aber die Klopfzeichen hilfreicher Geister erweisen sich als Täuschung. Von dem Gelehrten Jacob Glock ermuntert, beschließt Ruprecht, den bekannten Doktor und Magier Agrippa von Nettesheim um Hilfe zu bitten.
Ein unbestimmter phantastischer Ort. Agrippa warnt Ruprecht vor dem Blendwerk der Magie und verweist auf sein eigenes Beispiel: Er selbst vertraue nur den exakten Naturwissenschaften. Drei Skelette bezichtigen den Doktor der Lüge.

DRITTER AKT
Renata ist auf Heinrich gestoßen, der sie als Hexe verleumdet und zurückgewiesen hat. Sie bittet Ruprecht um Rache; er solle Heinrich töten, dann werde sie ihm gehören. Ruprecht betritt Heinrichs Haus. Derweil betet Renata, Madiel möge sich ihr noch einmal zeigen. Als ihr die Vision eines feurigen Engels erscheint, tritt Heinrich, von Ruprecht als Verführer beschimpft und verfolgt, ans Fenster, so dass Renata glaubt, Heinrich sei Madiel. Dem zurückkehrenden Ruprecht befiehlt sie, Heinrich kein Haar mehr zu krümmen.
Ruprecht ist von Heinrich im Duell lebensgefährlich verletzt worden. Renata versichert dem Fiebernden ihre Liebe, denn sie ist an ihm schuldig geworden. Höhnende Stimmen zweifeln an ihrer Aufrichtigkeit.

VIERTER AKT
Ruprecht, von Renata gesund gepflegt, möchte sie heiraten. Renata aber flieht, denn nach wie vor ist sie auf der Suche nach dem feurigen Engel, der Vereinigung von himmlischer und irdischer Liebe. Der verlassene und verzweifelte Ruprecht wird von Mefisto angesprochen und von Faust eingeladen, sich ihrer Gesellschaft anzuschließen.

FÜNFTER AKT
Die als Novizin in ein Kloster aufgenommene Renata hat durch ihr Auftreten Unruhe in die Zufluchtsstätte gebracht. Von der Äbtissin veranlasst, nimmt ein Inquisitor eine Dämonenaustreibung vor und entfacht dabei die unterdrückten Gefühle, die aggressiven Triebe und Ängste der Nonnen. Von allen unbemerkt, erscheinen Mefisto, Ruprecht und Faust. Die Nonnen huldigen Satan und bedrohen schließlich den Inquisitor. Ruprecht wird von Mefisto am Eingreifen gehindert. Der Inquisitor überantwortet Renata als Hexe dem Flammentod.

Quelle: Oper-guide.ch