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La forza del destino

Кomponist: Giuseppe Verdi

Libretto:
Francesco Maria Piave
nach dem spanischen Schauspiel Don Alvaro, ó La fuerzo del sino
von Angelo Perez de Saavedra, Duque de Rivas

Uraufführung:
10. (22.). November 1862, St. Petersburg (Kaiserliche Oper)

 

INHALT

ERSTER AKT
Im Palast der Calatrava in Sevilla. Leonora liebt Alvaro, der von den Inkas abstammt und deshalb von ihrem adelsstolzen Vater abgelehnt wird. Die Liebenden haben deshalb beschlossen, in dieser Nacht zu fliehen. Leonora verabschiedet sich von ihrem nichtsahnenden Vater und bereitet sich auf die Flucht aus dem Elternhaus und zur heimlichen Trauung mit Alvaro vor (Me, pellegrina ed orfana). Als Alvaro kommt, zögert Leonora, die Heimat zu verlassen (Ah per sempre, o mio bell’angiol). Unvermutet erscheint der Marchese und befiehlt, Alvaro festzunehmen. Als dieser seine Pistole wegwirft, um den Vater seiner Geliebten nicht zu gefährden, löst sich ein Schuss. Der Marchese, tödlich getroffen, verflucht Leonora, die Alvaro mit sich fortzieht.

ZWEITER AKT
Schenke im Dorf Hornachuelos. Die Liebenden haben sich auf der Flucht verloren. Leonora ist mit dem Maultiertreiber Trabuco als Mann verkleidet nach Hornachuelos, einem kleinen Dorf, gekommen. Carlos, Leonoras Bruder, der die Entflohenen verfolgt und den Tod des Vaters blutig rächen will, erscheint und forscht Trabuco nach Leonora aus, erfährt jedoch nichts. Die junge Zigeunerin Preziosilla wirbt leidenschaftlich für den Krieg in Italien und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich (Al suon del tamburo). Dann zieht eine Pilgerschar vorbei und alle Anwesenden knien zum Gebet nieder. Nach seiner Person ausgefragt, gibt sich Carlos als Student namens „Pereda“ aus (Son Pereda, son ricco d’onore). Als es Nacht geworden ist, flieht Leonora aus dem Lager.
Franziskanerkloster auf einem Berge. Die Flüchtige ist vor das Kloster Madonna degli Angeli gekommen. Sie hofft, dort Frieden zu finden (Madre, pietosa Vergine) und will Pater Guardian sprechen. Dieser weist ihr eine Einsiedelei unweit des Klosters an. Feierlich wird sie von den Mönchen eingekleidet, die schwören, ihr Geheimnis niemals zu verraten (La Vergine degli Angeli).

DRITTER AKT
In der vordersten Stellung der spanisch-italienischen Truppen bei Velletri in der Nähe Roms. Alvaro, inzwischen unter dem Namen Herreros Hauptmann in spanischen Diensten, gedenkt der verlorenen Liebe und seines unglücklichen Lebens. (Oh, tu che in seno agli angeli). Er hört Hilferufe und befreit einen Mitoffizier, der von Feinden überfallen wurde. Dieser Offizier ist Carlos, der ebenfalls unter falschem Namen in der gleichen Armee gegen die Österreicher kämpft. Beide schwören sich ewige Freundschaft. (Amici in vita, in morte). Es wird zum Angriff auf den Gegner geblasen.
Offiziersquartier in einem Kastell bei Velletri. In der Schlacht wurde Alvaro schwer verwundet. Er bittet Carlos, der sich als Felice de Bornos vorgestellt hat, im Fall seines Todes ein Päckchen Briefe zu verbrennen ( solenne in quest‘ ora). Carlos ist misstrauisch geworden, widersteht jedoch der Versuchung, das versiegelte Päckchen zu öffnen ( Urna fatale del mio destino). Da entdeckt er in der Tasche Leonoras Bild. Er hat den Mann, den er suchte, gefunden und schwört Rache. Alvaro wird gesund, Carlos fordert ihn zum Duell. Wachen trennen die Kämpfer. Alvaro, der von Carlos erfahren hat, dass Leonora noch lebt, ist entschlossen, seine Tage in einem Kloster zu beenden und flieht.
Der Markt zu Velletri. Im Feldlager erscheint Fra Melitone, der die Soldaten in einer Kapuzinerpredigt zur Busse mahnt und ihre Lebensweise missbilligt (Toh! Toh! Poffare il mondo). Wütend gehen die Italiener auf den Frater los. Preziosilla muss ihn vor den Fäusten einiger Soldaten retten und reisst alle mit zu einem lautstarken Soldatenchor (Rataplan).

VIERTER AKT
Im Hof des Franziskanerklosters. Im Kloster, in dessen Schutz Leonora Zuflucht fand, verteilt der bärbeissige Fra Melitone schimpfend Suppe an die Armen. Er wird von Pater Guardian auf das Beispiel des demütigen Pater Raffaele hingewiesen, der in Wahrheit Alvaro ist (Del mondo i disinganni). Alvaro wird dort eines Tages von Carlos gefunden und erneut zum Duell gefordert. Alvaros Bitten um Frieden sind vergebens. Als Carlos ihn ohrfeigt, kann er sich nicht mehr beherrschen und stürzt, mit ihm kämpfend, davon (Col sangue).
Eremitenhütte im Gebirge. Leonora tritt betend aus ihrer Hütte (Pace, pace, mio Dio) und hört Waffenlärm. Alvaro eilt herbei, um von dem Einsiedler Hilfe für den tödlich verletzten Carlos zu erbitten. Freudig begrüßen sich die beiden; Leonora stürzt davon, um ihrem Bruder beizustehen. Selbst jetzt kann Carlos nicht verzeihen: Er ersticht seine Schwester, die in den Armen des verzweifelten Alvaro stirbt (Io muio! Confessione!?). Pater Guardian beruhigt und tröstet Alvaro, der wie Leonora auf ein Wiedersehen im Himmel hofft.

Quelle: the virtual opera house