Reisen zu Giulio Cesare

Infos zur Oper
Ihre Suche ergab leider kein Ergebnis

Giulio Cesare

Кomponist: Georg Friedrich Händel

INHALT

ERSTER AKT
1. Bild: Ebene am Nil. In einem triumphalen Empfang huldigen die Ägypter dem römischen Feldherrn und Staatsmann Julius Cäsar als Sieger in der Auseinandersetzung mit seinem politischen Gegner Pompejus, der bei Ptolemäus, dem König von Ägypten, Beistand gesucht hatte. Cornelia, die Gattin, und Sextus, der Sohn des Pompejus, bitten Cäsar, sich nunmehr mit seinem Gegner auszusöhnen, wozu dieser bereit ist. Er lässt Pompejus rufen, aber an dessen Stelle erscheint der ägyptische Feldherr Achillas, der Cäsar in einer Schüssel das abgeschlagene Haupt des von Ptolemäus meuchlings ermordeten Pompejus überreicht. Cäsar ist empört über die an einem Römer begangene Freveltat; er befiehlt, dass eine kostbare Urne die Asche verwahren solle; dem Mörder kündet er aber seine Strafe an, während Sextus seinerseits schwört, den Vater zu rächen.
2. Bild: Galerie im Palast des Ptolemäus. Cleopatra, die Schwester des Königs Ptolemäus, erhebt als Erstgeborene Anspruch auf den Thron Ägyptens. Sie beschließt, Cäsars Herz zu umgarnen, und hofft, auf diese Weise zu ihrem Ziel zu gelangen. Andererseits bietet Achillas Ptolemäus an, um den Preis von Cornelias Hand Cäsar zu ermorden; Ptolemäus ist einverstanden.
3. Bild: Grabmal des Pompejus. An der Urne des Pompejus ergeht sich Cäsar in Betrachtungen über die Nichtigkeit des Daseins. In diesem Augenblick erscheint in einfacher Kleidung Cleopatra. Sie gibt vor, Lydia zu heißen und dem Gefolge Cleopatras anzugehören, und bittet Cäsar um Beistand gegen den brutalen Ptolemäus. Cäsar ist sogleich von ihrem Liebreiz hingerissen und verspricht seine Hilfe. Nachdem er sich entfernt hat, beauftragt Cleopatra ihren Vertrauten Nirenus, Cäsar abends in ihre Gemächer zu führen, wo sie ihm ein Liebesfest bereiten wolle. Dann erscheint in tiefer Trauer Cornelia vor der Urne. Als sie eben aus den Waffen am Sockel der Urne einen Dolch für die Rache an Ptolemäus nehmen will, kommt Sextus herbei, der die Durchführung der Vergeltung für sich beansprucht.
4. Bild: Festsäle im Palast des Ptolemäus. Am Abend bereitet Ptolemäus in seinem Palast zu Ehren Cäsars ein Fest; bei dieser Gelegenheit soll der römische Feldherr, ähnlich wie Pompejus, aus dem Hinterhalt ermordet werden. Cäsar ahnt jedoch die Gefahr und zieht sich lauernd zurück. Da tritt plötzlich Sextus mit Cornelia vor Ptolemäus, den er zum Zweikampf herausfordert. Er wird aber blitzschnell von ägyptischen Soldaten entwaffnet und auf Geheiß des Königs festgenommen; die schöne Cornelia wird von Ptolemäus zur Dienstleistung in seinem Serail gezwungen.

ZWEITER AKT
1. Bild: Terrasse der Cleopatra. Inzwischen ist Cäsar zu Cleopatra geführt worden, die, nunmehr festlich gekleidet, aber immer noch in ihrem Inkognito, ihn mit der ganzen Macht ihrer strahlenden Erscheinung bezaubert. Aufgeregt kommt Nirenus zurück, er warnt Cäsar vor den ihm auflauernden ägyptischen Soldaten. Nun gibt sich Cleopatra Cäsar zu erkennen; sie will ihn selbst beschützen. Aber Cäsar kennt keine Furcht, er zieht sein Schwert und eilt hinweg. Schließlich bleibt ihm aber als letzter Ausweg nur noch ein Sprung von der Terrasse ins Meer.
2. Bild: Gemach im Serail des Ptolemäus. Unterdessen hat sich Ptolemäus zu Cornelia begeben; er verlangt ihre Liebe, und als sie den Gattenmörder empört abweist, droht er ihr mit Gewalt. Da stürzt Sextus mit gezücktem Schwert herbei, und fast gleichzeitig kommt Achillas mit Soldaten. Man reicht Ptolemäus ein Schwert, und Achillas fordert ihn auf, sich sogleich zu seinen Truppen zu begeben. Cäsar, der Übermacht weichend, sei ins Meer gesprungen und wohl ertrunken, während gleichzeitig Cleopatra die römischen Soldaten alarmiert habe. Als dann Achillas für seine treuen Dienste von Ptolemäus die Hand Cornelias verlangt, die ihm dieser versprochen hatte, wird er von dem König barsch abgewiesen. Empört kündigt ihm darauf Achillas die Treue.

DRITTER AKT
1. Bild: Ebene am Meer. Cleopatra, die von Ptolemäus in Haft genommen worden ist, muss annehmen, dass Cäsar umgekommen sei, und glaubt schon ihre Sache verloren. Aber Cäsar ist glücklich den Fluten entronnen; erschöpft steht er am Ufer. Der Anblick des gewaltigen Meeres erweckt in ihm neuen Mut und neue Kraft. Da führt Sextus den tödlich verwundeten Achillas herbei, der jetzt gesteht, dass er es war, der den Mord an Pompejus angestiftet habe, weil er Cornelia liebte und sie besitzen wollte; sterbend übergibt er Sextus einen Siegelring; beim Vorzeigen dieses Ringes würden ihm hundert in der Nähe sich verborgen haltende Bewaffnete Gefolgschaft leisten. Cäsar hat die Unterredung belauscht; er zieht nun zusammen mit Sextus los, um mit Hilfe der Soldaten Cornelia und Cleopatra zu befreien.
2. Bild: Zelt des Ptolemäus. Caesar befreit die gefangene Cleopatra und eilt fort zum letzten Kampf.
3. Bild: Ebene am Nil. In einem feierlichen Festakt setzt Cäsar Cleopatra die ägyptische Krone auf, während er Sextus, der Ptolemäus erschlagen und dadurch den Tod seines Vaters gerächt hatte, in seine Arme schließt und ihn zu seinem Freund erklärt.

Quelle:Opera-guide.ch