Reisen zu Ernani

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Ernani

Кomponist: Giuseppe Verdi

Dramma lirico in vier Teilen
Libretto von Francesco Maria Piave nach Hernani von Victor Hugo

 

INHALT
Erster Teil
Ernani, in Wirklichkeit Don Juan von Aragon, lebt in den Bergen als Bandit, weil er sich gegen den König empört hat und von ihm verfolgt wird. Er erzählt seinen Getreuen, dass er Elvira liebt, die bei ihrem Onkel Ruy Gomez de Silva, der sie zur Frau begehrt, lebt. Die Banditen beschließen, Donna Elvira aus dem Schloss ihres Onkels zu entführen.
Während Elvira sehnsüchtig auf Ernanis Hilfe wartet, dringt Don Carlo in ihr Zimmer ein und bittet sie, seine Gattin zu werden. Elvira bedeutet ihm, dass sie Ernani liebt. Diese Absage macht den Herrscher rasend vor Eifersucht. Ernani kommt durch eine geheime Tür in den Raum und beschuldigt den König, den Tod seines Vaters verursacht zu haben, den er rächen wolle. In diesem Moment betritt der alte Grande das Zimmer und ist erstaunt, zwei junge Männer bei seiner Braut anzutreffen. Als er Genugtuung fordern will, erscheint Riccardo, der Begleiter des Königs, und identifiziert seinen Herrn. Staunend fällt de Silva vor seinem König auf die Knie. Dieser verzeiht ihm und gibt vor, nur ins Schloss gekommen zu sein, um eine geheime Angelegenheit mit ihm zu besprechen. Er bittet um Quartier und erklärt, weil er Ernani nicht bloßstellen will, diesen zu seinem Gefolgsmann. Ernani erfasst die Gelegenheit und reitet davon, immer noch von Gedanken an Rache erfüllt.

Zweiter Teil
De Silva empfängt Gäste, die er zu seiner Hochzeit mit Elvira gebeten hat. Unter ihnen befindet sich auch Ernani, als Pilger verkleidet. Er erfährt, dass er von Elvira für tot gehalten wird und bittet de Silva um Unterschlupf, den ihm dieser zusagt und mitteilt, dass er Elvira, die gerade den Saal betritt, heiraten wird. Ernani gibt sich zu erkennen und bietet seinen Kopf als Hochzeitsgeschenk, weil er von den Soldaten des Königs verfolgt wird. De Silva verspricht, ihn vor seinen Feinden zu schützen und verlässt den Raum, um Anordnungen zu geben und Ernani an einem sicheren Platz zu verbergen. Elvira gesteht Ernani, dass sie beschlossen hat, sich am Altar vor de Silva zu töten. Der Edelmann kommt und findet das Liebespaar in zärtlicher Umarmung. Empört über den Bruch der Gastfreundschaft und Ernanis Verhalten, fordert er diesen zum Duell. Doch die Ankunft des Königs wird gemeldet. Weil de Silva seinen Gast nicht verraten kann, lässt er ihn in einem Ahnenbild verstecken, während Donna Elvira in ihre Räume geht. Der König tritt mit seinem Gefolge ein; er ist sicher, dass Ernani noch im Schloss ist und befiehlt de Silva, ihn auszuliefern. Dieser weigert sich. Der König nennt ihn einen Verräter, lässt ihn entwaffnen und nach Ernani suchen. Als die Suche ergebnislos bleibt, fordert der König Ernanis oder de Silvas Kopf. Elvira kommt und bittet um Gnade. Der König ändert seinen Entschluss und will das Schloss mit Ernani oder Elvira als Geisel verlassen. Da de Silva sich nach wie vor weigert, Ernani zu übergeben, verlässt der König mit Elvira das Schloss. De Silva holt Ernani aus seinem Versteck und fordert ihn erneut, doch Ernani will gegen den alten Mann nicht kämpfen und klärt ihn auf, dass der König Elvira ebenfalls liebt und deshalb mit sich genommen hat. De Silva will erst Ernani töten und dann den König verfolgen. Ernani kann ihn übereden, ihm zu helfen, erst Elvira, die er noch einmal sehen wolle, zu befreien und verspricht ihm dafür sein Leben. De Silva verlangt ein Pfand. Ernani überreicht ihm sein Jagdhorn und schwört, sich selbst zu töten, wenn er höre, dass de Silva in das Horn blase. Alle brechen auf, um den König zu verfolgen.

Dritter Teil
In den Katakomben des Doms zu Aachen versammeln sich die Verschwörer gegen den zukünftigen Kaiser. Auch dieser und sein Vertrauter Riccardo haben sich dort eingefunden, um ihre Gegner zu überwachen. In einem anderen Gewölbe wird gerade der neue Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Der König hofft, dass die Wahl auf ihn fällt. Er schickt Riccardo zu der Versammlung und bittet um ein Zeichen, wenn er gewählt sein sollte und befiehlt, dann auch Elvira herbeizuholen. Allein vor der Grabkammer Karls des Großen, beschließt er, ihm nachzueifern, öffnet die Tür und tritt ein. Die Verschworenen erscheinen, unter ihnen de Silva und Ernani. Man lost, wer den König töten soll, das Schicksal entscheidet für Ernani. Auch de Silva will den Entführer seiner Braut töten und Ernani von seinem Schwur entbinden, wenn er ihm Don Carlo überlasse. Ernani, an seinen Eid denkend, weigert sich. Da hört man drei Schüsse, das Zeichen, dass Don Carlo gewählt worden ist. Der Kaiser tritt vor und befiehlt den Wachen, die Verräter zu entwaffnen und sofort hinrichten zu lassen. Elvira, die mit ihren Frauen, von Riccardo geführt, hinzukommt, bittet um das Leben ihres Geliebten. Der Kaiser begnadigt alle und führt Elvira mit Ernani zusammen. De Silva schwört Rache.

Vierter Teil
In Don Juans Palast zu Saragossa wird Ernanis Hochzeit mit Elvira gefeiert. Durch die fröhliche Gesellschaft schleicht eine dunkle Gestalt mit schwarzer Maske. Als Ernani und Elvira verliebt auf die Terrasse gehen, hört man einen entfernten Hornklang. Ernani weiß, was dies bedeutet und bittet Elvira, einen Arzt zu holen, weil er sich nicht wohl fühle. De Silva erscheint und erinnert Ernani an seinen Eid, und unerbittlich lässt er ihm nur die Wahl zwischen Dolch und Gift. Elvira kommt zurück, gesteht de Silva, nur Ernani zu lieben und bittet um sein Leben. Der alte Mann bleibt hart, Ernani erdolcht sich. Sterbend bittet er seine Geliebte, immer an ihn zu denken. Elvira bricht ohnmächtig zusammen, de Silva, innerlich zerbrochen, triumphiert.