Reisen zu Entführung aus dem Serail

Infos zur Oper
Ihre Suche ergab leider kein Ergebnis

Entführung aus dem Serail

Кomponist: Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto
Johann Gottlieb Stephanie der Jüngere
nach einem Libretto von Christoph Friedrich Bretzner
Uraufführung
16. Juli 1782, Wien (Burgtheater)

 

INHALT

ERSTER AKT
Der vornehme Spanier Belmonte hat erfahren, dass seine Braut Konstanze mit ihrer Zofe Blondchen und dem Diener Pedrillo von Seeräubern gefangengenommen sind und in dem Palast von Selim Bassa leben, der alle gekauft hat. Der Bassa liebt Konstanze und will sie zu seiner Favoritin erheben; Pedrillo arbeitet in den Gärten.
Belmonte kommt zu dem Landgut und sucht nach einer Gelegenheit, seine Braut Konstanze zu treffen (–> Hier soll ich dich denn sehen). Als Osmin, ein Lied auf den Lippen (–> Wer ein Liebchen hat gefunden), aus dem Palast kommt, um im Garten Feigen zu pflücken, versucht Belmonte, ihn auszuhorchen. Osmin, der Pedrillo nicht leiden kann, gibt nur mürrisch Auskunft, wird misstrauisch und schickt den Fremden wieder fort. Da erscheint Pedrillo. Osmin giesst über ihn seine ganze Galle aus (–> Solche hergelaufne Laffen). Belmonte hatte sich unterdessen versteckt und kann, nachdem Osmin in den Palast gegangen ist, mit Pedrillo sprechen. Dieser bestätigt, dass Konstanze und Blondchen gefangengehalten werden. Die Wiederbegegnung mit Konstanze erwartet Belmonte voll freudiger Erregung (–> O wie ängstlich, o wie feurig!). Selim, der sich immer wieder bemüht, Konstanze zu einer Heirat zu bewegen, erklärt ihr, dass er genug gewartet habe und ihr noch einen Tag Bedenkzeit gebe. Konstanze rechtfertigt ihr Zögern mit der Erinnerung an Belmonte (–> Ach, ich liebte, war so glücklich). Als Konstanze sich entfernt hat, stellt Pedrillo dem Bassa seinen Herrn als Baumeister vor, so dass dieser trotz Osmins Protest (–> Marsch! Trollt euch fort!) im Palast bleiben darf.

ZWEITER AKT
Blondchen weist den um sie werbenden Osmin entschieden ab und erteilt ihm eine Lektion im Umgang mit einer freien Engländerin (–> Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln). Brummend trollt sich der Alte davon (–> Ich gehe, doch rate ich dir). Kummervoll naht Konstanze, vor der Aussprache mit dem Bassa bangend (–> Traurigkeit ward mir zum Lose). Der Bassa erinnert sie an die gegebene Frist, doch Konstanze will lieber Folter erdulden, als Belmonte untreu werden (–> Martern aller Arten). Pedrillo trifft Blondchen und erzählt ihr, dass sein Herr mit ihm einen Fluchtplan entworfen hat. Blondchen bricht in hellen Jubel aus (–> Welche Wonne, welche Lust). Es gelte, Osmin betrunken zu machen, aber dazu muss sich Pedrillo zunächst selbst Mut zusprechen (–> Frisch zum Kampfe!). Pedrillos Plan gelingt leicht (–> Vivat Bacchus, Bacchus lebe!). Der Türke schläft ein, Konstanze und Belmonte fallen sich in die Arme (–> Wenn der Freude Tränen fließen) und nach einer kurzen Aussprache (–> Ach Belmonte! Ach mein Leben!) beschließen beide Liebespaare, um Mitternacht zu fliehen.

DRITTER AKT
Pedrillo und der Schiffer Klaas bereiten die Flucht vor, während Belmonte in ungeduldiger Erwartung verharrt (–> Ich baue ganz auf deine Stärke). Nachdem Pedrillo den beiden Frauen um Mitternacht mit einem Ständchen (–> Im Mohrenland gefangen war) das verabredete Zeichen gegeben hat, versucht man, zu dem am Ufer wartenden Schiff zu gelangen. Osmin ist inzwischen wieder erwacht, hat die Wache alarmiert und die Flüchtigen eingefangen (–> Oh, wie will ich triumphieren). Sie werden vor den Bassa geführt. Belmonte fleht um Gnade und erwähnt seinen Namen. Es stellt sich heraus, dass er der Sohn des größten Feindes des Bassa ist. Alles scheint verloren, Konstanze und Belmonte erwarten den Tod (–> Meinetwegen sollst du sterben!). Doch der Bassa verschmäht es, Böses mit Bösem zu vergelten und lässt großmütig die Gefangenen frei, die ihm für seine Huld danken (–> Nie werd‘ ich deine Huld verkennen).