Reisen zu Die Meistersinger von Nürnberg

Infos zur Oper
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28.07. - 27.08.2018
Opernreise Bayreuth – Die Meistersinger von Nürnberg
ab € 995,-

Die Meistersinger von Nürnberg

Кomponist: Richard Wagner
Bayreuth
28.07 - 27.08.2018

Erster Akt:
Der fränkische Ritter Walther von Stolzing ist Gast des reichen Goldschmieds Veit Pogner. Er hat als Letzter... Weiterlesen

Reiseinfo

Ein Theater, geschaffen für einen einzigen Komponisten: das Bayreuther Festspielhaus. Mit einem Zuschauerraum, in dem sich Musik entfaltet wie in kaum einem anderen Theatersaal dieser Welt. Erfahren Sie ein Festspielhaus ganz ohne Prunk, reduziert auf das Wesentliche: dem Erleben seiner Werke als Fest. Richard Wagner, Revolutionär und Utopist – hier bleibt sein Erbe lebendig. Kommen Sie mit uns auf den Grünen Hügel und erleben Sie die 107. Spielzeit der Bayreuther Festspiele mit spannenden Inszenierungen. Sie wollten immer schon einmal nach Bayreuth zu den Festspielen? Wir besorgen Ihnen Ihre gewünschten Karten, ihr Hotel und auch weitere Zusatzleistungen.

Reiseprogramm:

1. Tag
Individuelle Anreise nach Bayreuth und check-in in Ihrem Hotel.

 

2. Tag
Erkunden Sie Bayreuth auf eigene Faust. Entdecken Sie zu Fuß den historischen Stadtkern, ersteigen den Schloßturm bis zum Türmerstübchen, das Neue Schloss mit Markgrafenbrunnen, Hofgarten und Haus Wahnfried mit der Grabstätte von Cosima und Richard Wagner.
Am Abend erwartet Sie die Opernaufführung „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner im Bayreuther Festspielhaus am Grünen Hügel.
Sie werden von Ihrem Hotel zum Festspielhaus und wieder zurückgebracht
Besetzung:
Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Regie: Barrie Kosky
Bühne: Rebecca Ringst
Kostüm: Klaus Bruns
Licht: Franck Evin

 

3. Tag
Individuelle Abreise

Unsere Leistungen:
  • 2 Übernachtungen mit Frühstück im Hotel Rheingold Bayreuth**** oder ähnlich
  • Karte der 1.- 4. Kategorie für die Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner im Bayreuther Festspielhaus
  • Inklusive Transfer vom Hotel zur Opernaufführung und wieder zurück

Folgende Termine stehen Ihnen zur Auswahl:
„Die Meistersinger von Nürnberg“ 16:00 Uhr am 28.07., 05.08., 11.08., 17.08., 21.08., 27.08.2018

Reisepreis pro Person:

€ 995,- im Doppelzimmer
€ 200,- EZ-Zuschlag

Anmeldung auf Anfrage!

Selbstverständlich organisieren wir Ihre Anreise sowie weitere Zusatzleistungen vor Ort. Anfragen für weitere Aufführungstermine sind gerne möglich.
Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten.

Sie wünschen nähere Informationen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Anfrage über das
Kontakt‑Formular.

Die Meistersinger von Nürnberg

Кomponist: Richard Wagner

Erster Akt:
Der fränkische Ritter Walther von Stolzing ist Gast des reichen Goldschmieds Veit Pogner. Er hat als Letzter seiner Familie die Burg verlassen und ist nach Nürnberg gekommen, um hier das Bürgerrecht zu erlangen. Beim Gottesdienst in der Katharinenkirche erblickt er Pogners Tochter Eva und ist von ihr bezaubert. Er erfährt von ihrer Amme Magdalena, dass ihr Vater sie demjenigen zur Braut bestimmt habe, der am folgenden Tag beim öffentlichen Wettstreit der Meistersinger den Preis erringe. Als Eva erkennen lässt, dass sie ihn oder keinen erhören will, lässt er sich von David, dem Lehrbuben des Hans Sachs, das Wesen und Wirken der Meistersinger und ihre komplizierten Regeln erklären, während die anderen Lehrbuben die Kirche für die Zunftberatung der Meistersinger vorbereiten. Walther ist entschlossen, den Preis zu gewinnen und bittet Pogner, ihn in die Zunft aufzunehmen, was von dem gleichzeitig eintretenden galligen Stadtschreiber Beckmesser, einem Mitbewerber um Evas Hand, mit Misstrauen aufgenommen wird.
Nach dem Eintreffen aller Meistersinger ergreift Pogner das Wort und erklärt den Anwesenden seinen der Liebe zur Kunst entsprungenen Entschluss, sein einziges Kind dem Sieger im Wettgesang zur Ehe zu geben („Das schöne Fest Johannistag“). Hans Sachs, der angesehenste unter den Meistern, äußert Bedenken, gibt sich jedoch damit zufrieden, dass Eva das Recht haben solle, den Gewinner abzulehnen; sie müsse dann aber ledig bleiben. Nun wird Walther den Meistern als neuer Bewerber vorgestellt, der den zweifelnden Bürgern erklärt, die Sangeskunst durch die Bücher des Walther von der Vogelweide und in der Natur von den Vögeln erlernt zu haben („Am stillen Herd“).
Er muss ein Probelied singen, das von Beckmesser als dem strengen „Merker“ beurteilt werden soll, indem er jeden Fehler mit Kreide auf einer Tafel verzeichnet. Nachdem ihm der würdige Fritz Kothner noch einmal die Regeln der „Tabulatur“ erklärt hat, singt Walther ein strahlendes Lied von Liebe und Lenz („Fanget an – so rief der Lenz in den Wald“), das von Beckmesser durch stetiges Kratzen mit der Kreide gestört und von den Meistern wegen seiner Neuartigkeit völlig missverstanden wird – er hat „versungen und vertan“. Während die Meister erregt die Kirche verlassen, bleibt Hans Sachs sinnend zurück – er fühlt, dass dies ein Fehlurteil aus Unverständnis der an die starren Regeln glaubenden Meistersinger ist.

Zweiter Akt:
Auf der Straße vor den Häusern Pogners und Sachsens tanzen abends die Lehrbuben. David berichtet seiner Freundin Magdalena von dem Versagen des Ritters, was sie heimlich der eben mit ihrem Vater heimkehrenden Eva zuflüstert. Pogner erklärt der Tochter die Bedeutung des morgigen Wettsingens. Sie aber ist zerstreut und zieht den Vater trotz des schönen milden Abends rasch ins Haus. Hans Sachs hat seinen Arbeitstisch ins Freie gestellt, doch der Sommerabend und die Gedanken an das Erlebte lassen ihn nicht los. Es ist dunkel geworden, Eva schleicht aus dem Haus und will Sachs über das Abschneiden des Ritters beim Probesingen ausfragen. Durch geschickte Antworten und Fragen erfährt Sachs von Evas Liebe zu Walther. Gewiss hat er, der Witwer, manchmal daran gedacht, selbst Eva zu erringen, doch nun will er den Liebenden helfen, was er Eva allerdings noch nicht merken lässt. Als er ihr derb von Walthers Versagen berichtet, verlässt sie ihn enttäuscht. Als Magdalena ihr erzählt, dass Beckmesser ihr ein Ständchen bringen will, tauscht sie mit ihr die Kleiner, damit Magdalena für sie die lästige Serenade entgegennehme.
Walther der nach seinem Versagen beim Probesingen nicht mehr an seinen Erfolg
glaubt, eilt herbei, um Eva zur gemeinsamen Flucht zu überreden, was von Hans Sachs, der dies belauscht, dadurch verhindert wird, dass er aus seinem Haus einen Lichtschein auf die Straße fallen lässt. Beckmesser erscheint gerade jetzt, um sein Ständchen zu bringen. Die Liebenden verbergen sich im Schatten einer Linde und werden Zeugen eines seltsamen Spiels: Sachs hat seinen Arbeitsplatz wieder vor das Haus verlegt und stört den Gesang des verliebten Beckmesser durch ein von lauten Hammerschlägen begleitetes, beziehungsreiches Lied („Jerum, jerum, hallo, hallo, he“), in dem von der schlimmen Eva im Paradies die Rede ist, in welcher wiederum die deshalb etwas betretene Eva unter der Linde sich zu erkennen glaubt. Beckmesser ist über die Störung seiner Serenade, hinter der er – nicht ganz zu Unrecht – eine Bosheit des Schusters vermutet, wütend. Nach kurzem Streit einigen sie sich dahin, dass Sachs den „Merker“ spielen und mit Hammerschlägen auf die Schuhe, an denen er arbeitet, die Fehler im Lied Beckmessers markieren soll. Der beunruhigte Stadtschreiber verstößt dabei so oft gegen die Regeln der Tabulatur, dass Sachs am Ende des Lieds mit den Schuhen – es sind Beckmessers eigene -ganz fertig geworden ist. Durch den Lärm sind die Nachbarn geweckt worden. David erkennt am Fenster von Pogners Haus seine Magdalena und stürzt sich wütend auf den vermeintlichen Nebenbuhler Beckmesser. Rasch entspinnt sich eine allgemeine Prügelei, in deren Verlauf Eva in ihrem Haus verschwindet und der Ritter Walther von Sachs in sein Haus gebracht wird. Das Hörn des Nachtwächters beendet die gespenstische Szene, bald ist die mondbeschienene Straße wieder friedlich und verlassen.

Dritter Akt:
Am sonnigen Johannismorgen sitzt Hans Sachs in seiner Werkstatt und empfängt freundlich die Namenstagswünsche seines wegen der nächtlichen Prügelei noch zerknirschten Lehrbuben David. Er versinkt in tiefes Sinnen über die menschlichen Schwächen („Wahn, Wahn, überall Wahn“). Walther von Stolzing kommt nach kurzer Ruhe in die Stube und erzählt Sachs von einem schönen Traum, den er auf Anregung des Meisters gleich nach den Regeln der Kunst in Verse setzt. Daraus soll ein Meisterlied für den Wettgesang werden. Der begeisterte Sachs schreibt das Gedicht mit.
Als der Schuster Walther aus dem Raum geleitet hat, erscheint der völlig zerschlagene, geprügelte, hinkende Beckmesser und stiehlt vom Tisch das Gedicht, das er in blinder Wut für ein Werbelied des Hans Sachs hält. Als der Schuster wieder in die Stube kommt, überschüttet Beckmesser ihn nach anfänglicher geheuchelter Freundlichkeit mit bitteren Vorwürfen, muss jedoch gleichzeitig zugeben, das Gedicht eingesteckt zu haben. Als Sachs ihm versichert, nicht zum Wettgesang antreten zu wollen und ihm das Gedicht sogar schenkt, „damit er kein Dieb sei“, wandelt sich Beckmessers unstetes Gefühl in übertriebene Freundlichkeit. Rasch will er nach Hause eilen, um es noch zu lernen.
Festlich gekleidet erscheint Eva, von Schuldgefühlen gegenüber dem verständnisvollen Sachs geplagt. Doch dieser führt ihr nun Walther zu, den Evas schöner Anblick zum letzten Vers seines Meisterliedes inspiriert. Eva bekennt Hans Sachs ihre aufrichtige Zuneigung. Er versteht es, seine innere Bewegung hinter ironischen Worten zu verstecken. Magdalena und David treten ein und erfahren von Sachs die Geburt einer neuen Meisterweise; die „Morgentraumdeutweise“ soll sie heißen. David wird durch eine Ohrfeige zum Gesellen geschlagen. Alle sind ergriffen und bewegt (Quintett „Selig wie die Sonne“).
Auf der Festwiese an der Pegnitz ziehen die Abordnungen der Zünfte in feierlichem Marsch ein. Hans Sachs wird vom Volk bejubelt. In einer ernsten Ansprache weist er auf den Sinn des Wettgesangs hin („Euch macht ihr’s leicht“). Dann werden die Kandidaten aufgerufen. Beckmesser hat das Gedicht völlig missverstanden und trägt es so verdreht vor, dass ihn das versammelte Volk auslacht und verhöhnt. Wütend bezeichnet er Hans Sachs als Verfasser der unsinnigen Verse, dieser jedoch weist den Vorwurf zurück und behauptet, das Lied sei schön, wenn es nur richtig gesungen werde. Als Zeugen dafür ruft er den wahren Dichter der Verse auf: Nun tritt Walther von Stolzing in den Kreis und trägt das Lied gleich einem Hymnus für Eva mit höchster Vollendung vor („Morgenlich leuchtend im rosigen Schein“).
Unter dem Beifall der Menge will Pogner ihn nun in die Zunft der Meistersinger aufnehmen, doch Walther hat die Ablehnung vom gestrigen Tag noch nicht ganz verwunden und will die Ehrenkette zurückweisen. Ohne Meisterwürde will er allein mit Eva selig sein. Da tritt Sachs dazwischen und hält Walther mit eindringlichen Worten die Bedeutung des Meistertums für die deutsche Kunst vor Augen („Verachtet mir die Meister nicht“). Alle feiern jubelnd Hans Sachs und seine Weisheit („Ehrt eure deutschen Meister“).

Quelle: Wagnerportal.de