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I Capuleti e i Montecchi

Кomponist: Vincenzo Bellini

 

Tragedia lirica in zwei Akten
Libretto von Felice Romani
Nach italienischen Überlieferungen des Romeo-und-Julia-Stoffes

 

Eine Romeo und Julia-Oper ohne «Balkonszene»? Eine Frau, die den Romeo singt? Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Tatsächlich hat die Oper mit Shakespeare wenig gemeinsam, griff der Librettist Felice Romani doch auf italienische Quellen zurück. So sind Romeo und Giulietta längst heimlich ein Paar, der Moment des zärtlichen Kennenlernens bereits passé. Zielstrebig mündet die Handlung in die finale Katastrophe. Hier allerdings schenkte der junge Komponist seinem Publikum die vielleicht bewegendste Schlussszene im bisherigen Opernrepertoire: Romeo und Julia dürfen gemeinsam sterben. Dass Bellini aus Zeitnot einige Nummern aus seiner „Zaira“ übernahm, ist dem Werk nicht mehr anzuhören – die Oper ist wie aus einem Guss und begeisterte schon während der Uraufführung mit ihren sehnsüchtigen, in eine andere Welt weisenden Kantilenen, den glutvollen Chören und dem farbigen Orchestersatz.

Zur erfolgreichen Premiere trug der Umstand bei, dass Bellini mit Giuditta Grisi eine der bedeutendsten Mezzoso­pra­nis­tinnen der Zeit zur Verfügung stand; so war es nicht abwegig, den Romeo mit einer Frau zu besetzen – umso mehr, als die weibliche Stimme für die Gestaltung des liebenden Helden wie geschaffen schien.